Server und Storage

Bei Servern wird meistens über die falsche Zahl gesprochen. Ob eine Maschine zwei Kerne mehr hat, merkt niemand; ob sie am Montagmorgen startet und ob jemand zuständig ist, wenn sie es nicht tut, merkt jeder. Deshalb planen wir Server und Speicher nicht nach Datenblatt, sondern nach zwei Fragen: was passiert, wenn dieses System eine Woche ausfällt — und wer betreibt es eigentlich.

Der Regelfall bei uns ist Miete inklusive Betreuung: Sie zahlen monatlich, die Hardware gehört uns, und der Betrieb liegt bei uns. Kaufen können Sie auch, dann planen wir und betreiben es für Sie. Was in Ihrem Fall günstiger ist, hängt weniger am Preis der Hardware als an der Frage, wer das Risiko trägt.

Mieten inklusive Betreuung, oder kaufen

Ein gekaufter Server ist eine Investition mit fünf Jahren Bindung, einer Abschreibung und einem Restwert, der am Ende bei null liegt. Dazwischen liegen Herstellergarantie, Ersatzteilverfügbarkeit und die Frage, wer nachts anruft, wenn eine Platte ausfällt. Bei Miete verschiebt sich all das zu uns: monatliche Rate, Betreuung inbegriffen, und wenn Hardware getauscht werden muss, ist das unser Thema und nicht Ihre Beschaffung.

Das ist auch der Grund, warum wir es so anbieten und nicht nur, weil es sich gleichmässiger abrechnet. Wenn die Hardware uns gehört, haben wir ein wirtschaftliches Interesse daran, dass sie zuverlässig läuft und lange hält — bei einem Verkauf mit Stundenabrechnung ist es umgekehrt. Das Mietmodell heisst bei uns terraXaler und deckt Server, Storage und Arbeitsplätze ab.

Wo Kauf trotzdem sinnvoll ist: wenn Sie ohnehin investieren wollen, wenn ein Fördermittelprogramm daran hängt, oder wenn eine Fachanwendung an eine bestimmte Hardware gebunden ist. Wir sagen es Ihnen, wenn das bei Ihnen der Fall ist.

Virtualisierung: Proxmox VE und Hyper-V

Wir virtualisieren mit Proxmox VE und Hyper-V. Kein System läuft mehr allein auf einem Blech, und das aus vier Gründen, die im Betrieb jeden Monat zählen: ein Snapshot vor jedem Update, eine Wiederherstellung, die nicht an Treibern scheitert, mehrere Systeme auf einer Maschine statt vier halb ausgelasteter Server, und die Möglichkeit, eine Maschine auf neuer Hardware zu starten, ohne sie neu aufzusetzen.

Warum Proxmox und Hyper-V und nicht der Marktführer: weil wir für den Mittelstand planen. Beide decken ab, was ein Betrieb mit einem oder zwei Hosts braucht, ohne eine Lizenzstruktur mitzubringen, die für Rechenzentren gedacht ist. Wenn Sie aus diesem Grund über eine Ablösung von VMware nachdenken, sehen wir uns die Umgebung an und sagen Ihnen, was eine Umstellung wirklich bedeutet und was sie nicht bedeutet.

Worauf es beim Speicher ankommt

Beim Speicher ist die Kapazität die uninteressanteste Grösse. Wichtig ist, was passiert, wenn etwas kaputtgeht, und wie schnell Sie wieder arbeiten können.

RAID ist keine Sicherung

Ein RAID hält den Betrieb aufrecht, wenn eine Platte ausfällt. Gegen einen gelöschten Ordner, einen Verschlüsselungstrojaner, einen Controllerfehler oder Feuer hilft es nicht — es spiegelt jede dieser Änderungen sauber mit. Wer RAID für ein Backup hält, hat kein Backup.

Der Zustand muss gemeldet werden

Eine ausgefallene Platte in einem laufenden RAID ist kein Notfall, bis die zweite kommt. Genau deshalb gehört der RAID-Zustand in die Überwachung — sonst erfährt es niemand.

Wachstum wird unterschätzt

Speicherbedarf wächst selten linear und fast nie so, wie im Angebot gerechnet wurde. Wir planen mit Reserve und behalten die Auslastung im Blick, damit ein Ausbau geplant und nicht unter Zeitdruck passiert.

Geschwindigkeit dort, wo sie wirkt

Nicht jedes Datenvolumen braucht schnelle Datenträger. Was wirkt, ist die Trennung: Datenbanken und virtuelle Maschinen auf schnellem Speicher, Archive und Sicherungen auf grossem. Alles auf einem Topf ist entweder zu teuer oder zu langsam.

Die Kopie, die nicht bei Ihnen steht

Wenn ein Server bei Ihnen im Haus steht, ist die Sicherung im selben Haus die halbe Lösung. Die zweite Hälfte liegt bei uns: eigene Hardware in einem Rechenzentrum in Deutschland, in das wir für unsere Kunden sichern — nicht bei einem beliebigen Anbieter, sondern auf Systemen, die uns gehören und die wir selbst betreiben. Auf Wunsch wird die ausgelagerte Kopie unveränderbar geschrieben, so dass sie für eine festgelegte Frist auch mit gestohlenen Administratorrechten nicht gelöscht werden kann. Die Wege im Einzelnen stehen unter Backup und Datensicherung.

Häufige Fragen

Kaufen oder mieten — was ist günstiger?

Über fünf Jahre gerechnet liegen beide Wege oft nah beieinander; der Unterschied liegt woanders. Bei Kauf tragen Sie das Risiko für Ausfall, Ersatzteile und den Zeitpunkt der Ablösung, bei Miete tragen wir es. Wenn Sie Investitionen bewusst planen und eine eigene IT-Abteilung haben, kann Kauf richtig sein. Wenn Sie eine monatliche Zahl und einen Zuständigen wollen, ist Miete der einfachere Weg.

Wir sind auf VMware. Müssen wir wechseln?

Nein, und wir drängen niemanden. Wenn eine bestehende Umgebung läuft und die Lizenzkosten tragbar sind, ist Stillhalten eine legitime Entscheidung. Wenn Sie ohnehin vor einer Erneuerung der Hardware stehen, ist das der Moment, in dem eine Umstellung wenig zusätzlichen Aufwand kostet — dann rechnen wir es Ihnen durch.

Reicht ein NAS als Server?

Für Dateiablage oft ja, für Fachanwendungen und Datenbanken meistens nicht. Ein NAS ist auf Speicher optimiert, nicht auf Rechenlast, und viele Fachanwendungen setzen einen Windows-Server voraus. Wir sagen Ihnen vorher, ob Ihre Anwendung mit einem NAS auskommt, statt Sie das im Betrieb herausfinden zu lassen.

Was passiert bei einem Hardwareausfall?

Bei gemieteten Systemen liegt der Ersatz bei uns, weil die Hardware uns gehört — dazu gehören auch Ersatzteilhaltung und die Abwicklung mit dem Hersteller. Bei gekauften Systemen richtet sich das nach der Garantie oder dem Wartungsvertrag, den Sie haben; welche Zusage dort steht, prüfen wir mit Ihnen, bevor sie gebraucht wird.

Gehört die Sicherung dazu?

Sie gehört zur Planung, aber sie ist eine eigene Leistung. Ein Server ohne geprüfte Wiederherstellung ist ein Einzelpunkt des Ausfalls, deshalb planen wir beides zusammen — und deshalb steht auf der Backup-Seite, dass wir testweise zurückholen und die Dauer messen, statt sie zu schätzen.

Passt dazu

Backup — Ein Server ohne geprüfte Sicherung ist ein Einzelpunkt des Ausfalls.

IT-Überwachung — Platten, RAID-Zustand und Auslastung melden sich rechtzeitig, wenn man sie überwacht.

TERRAXALER — Server und Storage lassen sich auch mieten statt kaufen, inklusive Betreuung.

Sprechen wir über Ihre Server und Ihren Speicher

Wir sehen uns Ihre Ausgangslage an und sagen Ihnen, was sinnvoll ist und was nicht. Sie sprechen dabei direkt mit einem Techniker aus Chemnitz.

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